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Rental Space Tower von Sou Fujimoto

Rental Space Tower
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Wie kann unser zukünftiges Wohnen als Mieter aussehen? Einen ganz neuen Ansatz verfolgen das Unternehmen Daito Trust Construction und der japanische Architekt Sou Fujimoto: Auf der Ausstellung House Vision 2016 präsentierten Sie mit ihrem Rental Space Tower kleines Wohnen in einer großen Gemeinschaft. Wie das aussieht? Seht selbst…

Text: Laura Geißler, Fotos: Vincent Hecht & Sou Fujimoto Architects

Rental Space Tower

Der gesamte Tower besteht aus einer Holzkonstruktion

Was ist der Rental Space Tower?

Das Ziel von Daito Trust Construction und Sou Fujimoto war eine Neudefinition des Miethauses. Dabei gingen sie nach dem Prinzip vor: private Räume verkleinern und öffentlichen Raum (wie etwa Küchen, Bibliotheken und Gärten) vergrößern. Dahinter steckt der Gedanke, dass gemeinsame Bereiche im Haus nicht nur auf Durchgänge beschränkt sein sollen.

Die Vorteile des Konzepts

Wenn beispielsweise die Küche zum Gemeinschaftsraum wird, kann sie viel luxuriöser ausfallen als in einzelnen Wohnungen verschiedener Mieter – für kleine und große Hobbyköche quasi. Auch ein Wohnzimmer kann dadurch viel mehr Stauraum und Geräumigkeit bieten. Und was bleibt an privatem Wohnraum? Das Schlafzimmer soll auch weiterhin die Intimsphäre wahren. Es ist strikt getrennt von den großen Gemeinschafträumen.

Rental Space Tower

Viel Grün schmückt die offenen Räume unter freiem Himmel

Der Aufbau des Turms

Das gesamte Gebäude besteht aus sieben einzelnen kleinen Räumen und unterschiedlichen Gemeinschaftsbereichen. Die Besonderheit: Alle Räume werden beim Rental Space Tower neu miteinander kombiniert und verlochten. So ergibt sich ein Gesamtbild, das ungewöhnlich erfrischend aussieht; unterschiedliche Ebenen, lange und kurze Treppenaufgänge, Glasfronten und viel offener Raum. Doch ist das imgrunde nicht ähnlich wie ein Studentenwohnheim? Nein, denn die Gemeinschafträume sind größer, das Design bietet mehr Komfort und Vorteile – und die Erfahrungen, die dadurch in der Gemeinschaft gemacht werden können, sind laut Sou Fujimoto wertvoller.

Rental Space Tower

Eine Wohnungstür, die zu privatem Wohnraum führt

Rental Space Tower

Der große Esstisch in der Gemeinschaftsküche lädt zum Plaudern und Essen ein

Rental Space Tower

Eines der Gemeinschaftsbäder: viel Holz und sehr schlicht gehalten

Mehr Zufriedenheit durch Grenzgänge

Der Rental Space Tower soll zeigen, dass die Grenzen des s.g. „expliziten Besitzes“ und des Besitzes der Gemeinschaft verschwimmen können. Wer sagt eigentlich, dass jeder Raum der Wohnung gesamtes Eigentum des  Mieters sein sollte? Ist es nicht manchmal sinnvoller zu teilen? Mit solchen Fragen setzten sich das Unternehmen und der Architekt auseinander, nach dem Motto: Nehme weniger, erhalte mehr und lebe dadurch zufriedener!

Rental Space Tower

Überall sind kleine Stauräume versteckt, wie z.B. unter der Treppe

Fazit: eine sinnvolle oder merkwürdige Art zu wohnen?

Klar, nicht jeder möchte sein Badezimmer oder die Küche mit anderen Hausbewohnern teilen. Gerade in Deutschland gilt Privatsphäre als großes Gut. Doch der Gedanke an das sinnfreie Anhäufen von Besitztümern und der damit verbundene Stop von Kreativität und Austausch mit anderen Menschen macht Sinn, finden wir von minuscule living. Somit steht der Rental Space Tower zwar für Purismus und eine Verkleinerung des privaten Wohnraums, aber damit auch für ein entspannteres Verhätlnis zum Wohnen, das unsere Kreativität fördern kann. Klingt doch gut oder? Schreibt uns eure Meinung gern in die Kommentare, wir freuen uns auf euch!

Rental Space Tower

Schiebefenster sparen Platz, kleine Deckenlampen sorgen für ausreichend Licht

Laura Geissler

Laura Geissler

Bewusstes Wohnen ist für mich ein Ausdruck von Individualität und Freiheit. Das funktioniert gerade in kleinen Wohnungen ganz gut – nach dem Motto: Was brauche ich wirklich und wo setze ich Akzente, die meinen Lebensstil widerspiegeln?
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Bewusstes Wohnen ist für mich ein Ausdruck von Individualität und Freiheit. Das funktioniert gerade in kleinen Wohnungen ganz gut – nach dem Motto: Was brauche ich wirklich und wo setze ich Akzente, die meinen Lebensstil widerspiegeln?

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